So kämpft die FDP dafür, das komplette Projekt zu überdenken, um die Bäume zu erhalten, die dafür weichen müssten. „Die Pläne sind alt und sollten unter den heutigen Bedingungen nicht einfach so fortgeführt werden“, sagt die Düsseldorfer FDP-Chefin Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Die Liberalen in der Bezirksvertretung 5 stimmten am Dienstag wie angekündigt gegen den entsprechenden Bebauungsplan-Entwurf, der insgesamt von dem Gremium mit zehn zu acht Stimmen empfohlen wurde.

Düsseldorf Für das Projekt Airport-City West muss eine Waldfläche gerodet werden, und der politische Streit klingt nach verkehrter Welt. Denn die Grünen haben Nachbesserungswünsche, aber keine grundsätzlichen Bedenken – es ist die FDP, die das Waldstück erhalten will. Was ist da los?

Die FDP argumentiert unterdessen, dass die Projektpläne aus einer Zeit stammen, in der noch mit stetig wachsendem Bürobedarf gerechnet wurde. „Das ist nun aber anders, zumal Corona die Entwicklung der Homeoffice-Möglichkeiten noch einmal beschleunigt hat“, sagt Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Vor diesem Hintergrund müsse man die Waldflächen komplett anders bewerten – erst recht angesichts der Auswirkungen des Klimawandels. „Immerhin liegen diese Flächen zwischen der A44 und dem Flughafen, haben also eine besondere Bedeutung hinsichtlich des Klimas.“ Das Plangebiet gehört laut Beschlussvorlage zu einer Zone „städtischer Überwärmung“, die sich auf das Flughafenumfeld konzentriert. Insofern könne sie die Haltung der Grünen nicht verstehen, sagt die FDP-Chefin.

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