Ausschuss für Gesundheit und Soziales am 2.5.2022


Begründung:
Das NRW Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) möchte mit
einem neuen Förderprogramm „Miteinander – Digital“ die digitale Kompetenz und
die soziale Teilhabe älterer Menschen in Nordrhein-Westfalen stärken. Damit soll
an das laufende Förderprogramm „Miteinander und nicht allein“ angeknüpft
werden. Seniorinnen und Senioren können somit an die digitalen Techniken
herangeführt werden und einen sicheren Umgang erlernen. Mit beiden
Förderprogrammen können Pflegeeinrichtungen auch eine Lotsen- und
Ankerfunktion von bedarfsgerechten Angeboten in der Nachbarschaft
übernehmen.
Bis Ende April 2022 können sich interessierte Pflegeeinrichtungen für eine bis zu
dreijährige Förderung von 50.000€ pro Jahr für Personal- und Sachkosten
bewerben.
Freundliche Grüße
Dr.Christine Rachner und Laura Litzius


Frage 1:
Welche Pflegeeinrichtungen der Freien Träger der Düsseldorfer Wohl-
fahrtspflege haben einen Antrag für das neue Förderprogramm der Lan-
desregierung in NRW „Miteinander – Digital“ gestellt?
Antwort:
Die WTG-Behörde hat bei allen Anbietern eine Abfrage durchgeführt. Le-
diglich die Tagespflege Heerdt der Diakonie Düsseldorf hat mitgeteilt, ei-
nen Antrag für das neue Förderprogramm der Landesregierung in NRW
„Miteinander – Digital“ gestellt zu haben. Das Pro Talis Seniorenzentrum
an der Rotdornstraße erwägt noch eine Bewerbung.
Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW (MAGS) gibt nur
über bewilligte Anträge Auskunft. Da die Antragsfrist erst am 29. April ab-
gelaufen ist, konnten bis zur heutigen Sitzung weitere Antragsteller auf
diesem Weg nicht ermittelt werden.


Frage 2:
In welchen Düsseldorfer Stadtteilen sind sowohl über das Förderprogramm
„Miteinander und nicht allein“ als auch das neue Programm „Miteinander –
Digital“ übergreifende, bedarfsgerechte Angebote in den Quartieren ge-
schaffen worden?
Antwort:
In Düsseldorf haben der Caritasverband Düsseldorf e.V. für die Caritas-
Altenzentren Bilk, Flingern und Wersten, sowie die
Maimonides gGmbH für das Nelly-Sachs-Haus in Stockum am Förderpro-
gramm „Miteinander und nicht allein“ teilgenommen.


Frage 3:
Inwiefern stellt das oben genannte Förderprogramm eine Ergänzung zu
bereits bestehenden Angeboten dar?
Antwort:
Generell ist zu sagen, dass beide Förderprogramme für Kommunen, die
keine umfassende Struktur der offenen Seniorenarbeit vorhalten bezie-
hungsweise im Falle besonderer lokaler Strukturen eine sehr gute Möglich-
keit darstellen, Strukturen der Quartiersarbeit wie im Falle von „Miteinan-
der und nicht allein“ und Wege zur Nutzung digitaler Zugangs- und Teilha-
bemöglichkeiten wie im Projekt „Miteinander digital“ zu schaffen.Seite 2 von 2
Laut Förderaufruf des Projektes „Miteinander digital“ sollen die Pflegeein-
richtungen eine Lotsen- und Ankerfunktion einnehmen und Strukturen,
Kooperationen und Verbindungen nutzen, um ehrenamtliches Engagement
zu gewinnen, zu fördern und zu unterstützen. Die Aufgabe der geförderten
Pflegeeinrichtung soll sein, Strukturen anzulegen und Kräfte zu gewinnen,
die z.B. auf Basis bereits erprobter Curricula Qualifizierungen und Schu-
lungen durchführen.
In Düsseldorf wird Quartiersarbeit im Sinne des Förderprogramms „Mitei-
nander und nicht allein“ bereits seit 2007 vor allem von den 32 „zentren
plus“ geleistet. Diese spielen auch eine Schlüsselrolle bei der Heranfüh-
rung älterer und alter Menschen an die Nutzung digitaler Endgeräte und
Medien. Damit sind seit vielen Jahren etablierte Strukturen vorhanden.
Eine Projektanbindung an Einrichtungen der offenen Seniorenarbeit, wie
die „zentren plus“, wäre für Düsseldorf daher passender.
Der Förderansatz kann allerdings dort eine punktuelle Ergänzung darstel-
len, wo eine räumliche Nähe zwischen der Pflegeeinrichtung und dem
„zentrum plus“ eines Träger gute Voraussetzungen für eine Antragstellung
durch einen Träger mit sich bringt.

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