Untersuchung von Badegewässern im Düsseldorfer Stadtgebiet auf multiresistente Keime

Der aktuelle Nachweis von multiresistenten Keimen in niedersächsischen Gewässern hat
völlig neue und alarmierende Erkenntnisse im Bereich des Gewässerschutzes offenbart. Die
Testergebnisse belegen, dass Erreger, die selbst gegen Reserveantibiotika resistent sind,
mittlerweile in Bächen, Flüssen und Seen angekommen sind.

 

Der Ausschuss für Umweltschutz beauftragt die Verwaltung, die Badegewässer im Düsseldorfer Stadtgebiet, insbesondere das Wasser des Unterbacher Sees im Badebereich, kurzfristig auf multiresistente Keime zu überprüfen. Die Ergebnisse sollten noch vor der Sommerpause bekannt gemacht werden.

Sachdarstellung:
Der aktuelle Nachweis von multiresistenten Keimen in niedersächsischen Gewässern hat völlig neue und alarmierende Erkenntnisse im Bereich des Gewässerschutzes offenbart. Die Testergebnisse belegen, dass Erreger, die selbst gegen Reserveantibiotika resistent sind, mittlerweile in Bächen, Flüssen und Seen angekommen sind. Der WDR Essen hat nun in Gewässerproben der Ruhr, dem Kemnader See und dem Baldeneysee multiresistente Erreger nachgewiesen. Diese sind gegen bis zu sechs Antibiotika resistent, darunter auch wichtige Reserveantibiotika.

Bisher gehört es nicht zur Regel, die Gewässer in NRW auch auf multiresistente Keime zu kontrollieren. Angesichts der anstehenden Badesaison sollte diese Überprüfung, vor allem die des Unterbacher Sees dringend erfolgen. Die Menschen in Düsseldorf müssen erwarten können, dass sie dort ohne Sorge um ihre Gesundheit baden können.

Ursula Holtmann-Schnieder Iris Bellstedt Ulf Montanus
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