Teurer Flop? „Café Velo“ – wieviel zahlt die Stadt hier drauf? – EXPRESS

FDP-Chefin Marie-Agnes Strack-Zimmermann: „Das Haus ist städtisches Eigentum. Dass hier offenbar solche Konditionen, von denen ich nur aus der Presse erfahre, angeboten werden, ist ja albern.“

Düsseldorf –

Nur 2 Euro Miete für die 300 Quadratmeter sollen die Betreiber zahlen. Mehr Geld bekommt die Stadt nur, wenn das Café monatlich mehr als 16.000 Euro Gewinn macht.

Andere Gastronomen zahlen in dieser Lage locker das Zehnfache!

Die Herrichtung des Gebäudes, das zuvor über ein Jahr leer stand, hat die Firma „Cadman“ übernommen – sie kostete einen sechsstelligen Betrag. Nachdem das Café von Dezember bis April nicht gut lief und es Krach unter den Betreibern gab, ist im April ein Neustart mit Gastronom Christian Poschmann erfolgt. Das Team ist freundlich, es gibt leckere Waffeln, belgisches Bier.

Noch immer hat das Café schlechte Besucherzahlen

Noch immer wird um 22 Uhr geschlossen, auch an Wochenenden bei gutem Wetter.

Das „Café Velo“ also ein Flop? Für einige im Rathaus ja. CDU-Fraktionsvize Andreas Hartnigk: „Der Irish Pub musste raus, weil das Haus der alten Kämmerei frei werden sollte. Jetzt ist das »Café Velo« drin, läuft nicht und zahlt keine ortsübliche Miete. Ich wüsste ja gern, ob die DMT auch so günstig mietet.“

FDP-Chefin Marie-Agnes Strack-Zimmermann: „Das Haus ist städtisches Eigentum. Dass hier offenbar solche Konditionen, von denen ich nur aus der Presse erfahre, angeboten werden, ist ja albern.“

Auf EXPRESS-Anfrage äußerte die Stadt sich nicht zu den Details des Vertrages mit „einem privaten Dritten“.

Seit Eröffnung habe es aber bereits „Einnahmen im vierstelligen Bereich“ gegeben, zudem Einnahmen aus der Vermietung für geschlossene Veranstaltungen.

Das Mietverhältnis laufe bis Ende 2017. Was dann mit dem Haus passiert, ist unklar.

X