Streit um Startgelder des „Race am Rhein“ – BILD

FDP-Chefin Marie-Agnes Strack-Zimmermann ist fassungslos: „Das wirkt alles sehr dilettantisch. Offenbar hat OB Geisel Leute eingesetzt, die Steuergelder auf Zuruf ausgeben! Und hinterher verhandelt man dann wie auf einem Basar, wie man mit Mängeln umgeht, Gewinne oder Verluste verteilt. Wir fordern volle Transparenz, stellen deshalb in der nächsten Plenarsitzung die Anfrage, wie da überhaupt gewirtschaftet wird.“

 

 

Von: G. ALTENHOFEN     26.10.2016 – 00:00 Uhr

Düsseldorf – Das Jedermann-Radrennen „Race am Rhein“ sollte Vorfreude auf den „Tour de France“-Start 2017 in Düsseldorf wecken, verärgerte aber wegen schlechter Organisation die meisten Anlieger, Passanten und Autofahrer.

 

Und jetzt gibt‘s Misstöne zwischen OB Thomas Geisel (SPD) und Race-Organisator Sven Teutenberg, Inhaber der „La Bici Sport Management GmbH“. Es geht um die 135 000 Euro Startgelder, die Teutenberg zusätzlich zu den städtischen Zuschüssen in Höhe von 200 000 Euro kassiert hat.

 

BILD erfuhr, dass OB Geisel in der Geheim-Sitzung der „Kleinen Kommission Tour de France“ Ansprüche auf einen Anteil der Einnahmen (Startgelder von 3800 Teilnehmern) angemeldet hat.

 

Offiziell erklärten Teutenberg und die städtische Tour-Projektmanagerin Theresa Winkels allerdings, dass es noch gar keine Regelung gebe, wie die Stadt an möglichen Gewinnen oder auch Verlusten des Race am Rhein zu beteiligen sei. Dies – und auch Rabatte wegen Pannen bei der Planung – werde erst dann besprochen, sobald die Endabrechnung vorliege.

 

Der Zwist zwischen Geisel und Teutenberg wäre allerdings auch interessant, da Teutenberg als Event-Direktor des „Tour de France“-Starts für die Stadt arbeitet.

 

FDP-Chefin Marie-Agnes Strack-Zimmermann ist fassungslos: „Das wirkt alles sehr dilettantisch. Offenbar hat OB Geisel Leute eingesetzt, die Steuergelder auf Zuruf ausgeben! Und hinterher verhandelt man dann wie auf einem Basar, wie man mit Mängeln umgeht, Gewinne oder Verluste verteilt. Wir fordern volle Transparenz, stellen deshalb in der nächsten Plenarsitzung die Anfrage, wie da überhaupt gewirtschaftet wird.“