Strack-Zimmermann zur Corona-Krise

Wer sich nicht an die Regeln hält gefährdet nicht nur die eigene Gesundheit – er gefährdet das Leben anderer Menschen!

Liebe Parteifreundinnen, liebe Parteifreunde,
sehr verehrte Damen und Herren,

die Coronavirus-Krise umfasst inzwischen das komplette öffentliche und persönliche Leben. Es geschieht gerade etwas, was sich keiner von uns je hat vorstellen können. Diese dramatische Situation verlangt uns allen viel ab. Die Essenz unseres Lebens, sich in jeder Hinsicht frei zu bewegen, ist extrem eingeschränkt. Familien mit Kindern machen durch die Schließung der Schulen und Kitas eine sehr schwierige Zeit durch. Angehörigen und Freunden ist der Kontakt zu Schwerstkranken und Pflegebedürftigen nur sehr eingeschränkt oder gar nicht möglich. Viele Menschen haben das Gefühl, das ihr Leben grade auf den Kopf gestellt wird. Nicht einmal in andere Städte, Länder oder gar Kontinente, kann man ausweichen.

Eine solche in der Geschichte unseres Landes nie da gewesene Lage, erfordert von jedem Einzelnen Disziplin und große Solidarität. Von den politischen Entscheidern erfordert sie zusätzlich hohe Durchsetzungskraft der schützenden Maßnahmen.

Marie-Agnes Strack-Zimmermann

Auch in Düsseldorf benötigen wir umgehend eindeutige und unmissverständliche Regeln, die keinen Spielraum für Interpretationen lassen. Alle Regeln für schützende Maßnahmen müssen kontrolliert und durchgesetzt werden. Das bedeutet, das öffentliche Leben komplett runter zu fahren, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Ausgenommen davon ist nur die sogenannte „kritische Infrastruktur“ – alles was wir für die Gesundheit, die Sicherheit und den täglichen Lebensbedarf brauchen.

Die Angst vor dem Coronavirus ist etwas sehr Reales. Vor allem ältere Menschen und Menschen mit einer Vorerkrankung brauchen jetzt unsere ganze Solidarität – in dem wir alle uns strikt an die Regeln für die schützenden Maßnahmen halten. Wer sich nicht an diese Regeln hält gefährdet nicht nur die eigene Gesundheit – er gefährdet das Leben anderer Menschen!

Es gibt Mitbürgerinnen und Mitbürger, die können von Zuhause aus arbeiten, das ist hervorragend. Aber es gibt auch sehr viele, die kurzfristig ihre Arbeit verlieren werden oder Selbständige, die um ihren Betrieb bangen. Menschen die unverschuldet an die Grenze ihrer Existenz geraten. Ihnen gehört unser Mitgefühl. Wir hoffen, dass die Sofort-Maßnahmen des Bundestages, der Bundesregierung und dem Land NRW schnell Hilfe schaffen.

Auch Düsseldorf sollte zügig überlegen, wie wir in größerem Maße finanzielle Soforthilfe für unsere Menschen zur Verfügung stellen können.

Es gibt Mitmenschen, die alleine Zuhause sitzen und keinerlei soziale Kontakte haben und sich nicht zu helfen wissen. Sie benötigen gelebte, hilfsbereite Nachbarschaft – natürlich unter Einhaltung der schützen Maßnahmen.

Vergessen wir all diese Menschen nicht. Kommen wir vom „ich“ zum „wir“. Danken möchte an dieser Stelle allen Menschen im Gesundheitswesen, die gerade Großartiges leisten. Wir schulden ihnen großen Respekt und Anerkennung. Das gilt in besonderem Maße auch für alle (Polizei, Feuerwehr und Ordnungskräfte) die unsere Sicherheit weiter garantieren. Und natürlich den Menschen, die es uns möglich machen den täglichen Lebensbedarf zu decken – vom LKW-Fahrer bis zur Verkäuferin. Danke!

Wir werden diese Krise überwinden. Jetzt aber brauchen wie klare Vorgaben und müssen zueinanderstehen. In diesem Sinne bleiben Sie gesund, und sofern Sie besondere Hilfe benötigen, bitte wenden Sie sich an mich, damit wir gemeinsam nach einer Lösung suchen können.

Herzlich Ihre
Marie-Agnes Strack-Zimmermann

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