Stadtrat rettet die „Komödie an der Steinstraße“ – RP

„Das ist Hilfe zur Selbsthilfe“, sagt Manfred Neuenhaus (FDP). Eine weitere oder gar dauerhafte Zahlung für die Komödie, die schon 2014 von der Stadt gerettet werden musste, werde es nicht geben.

 

Das andere traditionsreiche Boulevardtheater neben dem „Theater an der Kö“ erhält unterdessen seine allerletzte Chance: Der Stadtrat rettet die „Komödie an der Steinstraße“ mit 50.000 Euro vor dem Scheitern des Insolvenzverfahrens und ist auch bereit, für die kommenden beiden Jahre Geld zu geben. Allerdings will das Ampel-Bündnis aus SPD, Grünen und FDP klare Fortschritte bei der finanziellen Sanierung sehen. Für 2019 will man 200.000 Euro bewilligen, allerdings aus Fairnessgründen aufgeteilt zwischen den beiden Boulevardtheatern. Dann soll sich die Stadt die Geschäftszahlen anschauen. Nur, wenn Besserung in Sicht ist, gibt es noch mal 100.000 Euro für 2020. „Das ist Hilfe zur Selbsthilfe“, sagt Manfred Neuenhaus (FDP). Eine weitere oder gar dauerhafte Zahlung für die Komödie, die schon 2014 von der Stadt gerettet werden musste, werde es nicht geben.

Heinersdorff und das „Theater an der Kö“ sind schon als mögliche Kooperationspartner genannt worden. Konkrete Pläne gibt es aber offenbar nicht. Die Komödie will auch durch Gastspiele verdienen. Ein Wirtschaftsprüfer, dessen Gutachten dem Stadtrat vorgelegt worden ist, hatte sich kritisch zu den Perspektiven geäußert. Das Ampel-Bündnis hatte lange über den Fall verhandelt. Die Grünen wollten zunächst keinen Zuschuss, die SPD nur eine einmalige Hilfe. Die FDP hätte sich für einen dauerhaften Zuschuss offen gezeigt.

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