Satzung gegen Ferienwohnungen kommt Düsseldorf kämpft jetzt gegen Airbnb-Vermieter – EXPRESS

„Ja, wir werden uns auf eine Zweckentfremdungssatzung einigen“, sagt Ratsfrau Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Im Juli soll sie im Rat verabschiedet werden. Die „Koalition“ nimmt die Satzung aus Münster zum Vorbild. Die FDP will aber noch Änderungen. „Die Oma, die ihr Zimmer zu Messezeiten vermietet oder der Hauseigentümer, der seine Einliegerwohnung nicht vermieten möchte, den wollen wir nicht treffen“, sagt Manfred Neuenhaus von den Liberalen.

Im Juli soll es endlich soweit sein. Denn auch die FDP will dem jetzt zustimmen.

Düsseldorf ist attraktiv, die Wirtschaft in der Stadt boomt. Immer mehr Menschen wollen in die Landeshauptstadt ziehen. Die Einwohnerzahl bewegt sich zügig der 650.000er-Marke.

Düsseldorfer Wohnungsmarkt nahezu leergefegt

Das sorgt für Probleme auf dem Wohnungsmarkt. Nicht nur, dass die Mietpreise in den vergangenen Jahren sprunghaft gestiegen sind (das hat auch noch andere Gründe, wie die Niedrigzinsen) – der Markt ist auch nahezu leergefegt.

Immer öfter liest man in den sozialen Netzwerken verzweifelte Hilferufe von Düsseldorfern, die aus Profitgier aus ihren Wohnungen geworfen werden und nichts neues finden.

Dazu kommt dann noch die jüngste Entwicklung im Immobilien-Monopoly: Die Vermietung als Ferienwohnung über Airbnb. Vermieter können mit ihren Wohnungen so zum Beispiel statt 1000 Euro locker 4000 Euro im Monat verdienen.

Fast 3000 Airbnb-Wohnungen am Rhein

„Wir gehen davon aus, dass es mittlerweile fast 3000 Wohnungen in Düsseldorf gibt, die so genutzt werden“, sagt Stephan Soll, der Geschäftsführer der Ratsfraktion der Grünen.

Seit Jahren wollen die Grünen und die SPD deshalb eine „Zweckentfremdungssatzung“ einführen. „Damit wollen wir erstens überhaupt erst mal die Leerstandsquote und die Zahl der Airbnb-Wohnungen ermitteln“, sagt Frank Ulrich Wessel von der SPD.

Und im zweiten Schritt will man diese Ferienwohnung durch Androhung von Bußgeldern eindämmen. Sie sollen bis zu 50.000 Euro betragen!

Das Problem in der „Regierungskoalition“ im Stadtrat war jedoch jahrelang die FDP. Die weigerte sich, einer solchen Satzung zuzustimmen.

FDP hat ihre Meinung jetzt geändert

Doch das hat sich geändert. „Ja, wir werden uns auf eine Zweckentfremdungssatzung einigen“, sagt Ratsfrau Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Im Juli soll sie im Rat verabschiedet werden.

Die „Koalition“ nimmt die Satzung aus Münster zum Vorbild. Die FDP will aber noch Änderungen.

„Die Oma, die ihr Zimmer zu Messezeiten vermietet oder der Hauseigentümer, der seine Einliegerwohnung nicht vermieten möchte, den wollen wir nicht treffen“, sagt Manfred Neuenhaus von den Liberalen.

Die Koalitionspartner stimmen diesen Wünschen wohl zu. Die Satzung wird kommen. Endlich.