Ratssitzung: Olympia – Neue Gesamtschule – Arena-Namen – Open-Air-Fläche

Entscheidung über Arena-Namen

Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) sagte dazu: „Wir bemühen uns händeringend um ein besseres Image für Düsseldorf und jetzt strahlt zehn Jahre lang diese peinliche Spielhallen-Sonne auf unserer Arena.“ Nach langer Diskussion gab es letztlich doch eine Einigung. Die Mehrheit des Rates hat sich für die Beibehaltung des Namens „Merkur-Spielarena“ ausgesprochen. Dagegen stimmten vor allem die Grünen, Linken und die große Mehrheit der FDP. EXPRESS

Event-Fläche BESCHLOSSEN

Die Stadt soll die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Anlage einer großen Open-Air-Fläche auf dem Parkplatz 1 (P1) der Messe schaffen. Nach der Absage des Ed-Sheeran-Konzerts im Juli soll nun dauerhaft eine Fläche von 200 000 Quadratmetern Größe und mit einer Gesamtkapazität für 80 000 Zuschauer geschaffen werden. Die Ampel- Mehrheit nahm einige Ergänzungen der CDU, etwa für das Verkehrs- und Sicherheitskonzept, auf. Die Prüfung solle gründlich erfolgen, die Ergebnisse sollen aber nicht bis zum St. Nimmerleinstag auf sich warten lassen, sagte Manfred Neuenhaus (FDP). Auch die Grünen, die bei Ed Sheeran noch Nein gesagt hatten, begrüßen nun die Open- Air-Fläche in Stockum. Fraktionschef Norbert Czerwinski betont, dass dafür nicht mehr als 60 Bäume gefällt werden sollen und eine umfassende Beteiligung der Bürger eingehalten wird. D-Live war bisher davon ausgegangen, dass 98 Bäume entfernt werden müssen, wovon 28 umgesetzt werden können. WZ

LINK: Bauleitplanung für eine Open Air Fläche auf dem Parkplatz P1 der Messe Düsseldorf

Errichtung einer interkommunalen Gesamtschule im „Linksrheinischen“ BESCHLOSSEN

Ausgerechnet die FDP, die nicht gerade als gesamtschulfreundlich bekannt ist, initiierte die Abstimmung über die Errichtung. „Weil im gesamten linksrheinischen Raum ganz besonders eine Gesamtschule fehlt“, sagte Mirko Rohloff für die Liberalen. EXPRESS

LINK: Antrag der Ratsfraktionen von FDP, SPD und BÜ90/GRÜ : Errichtung einer interkommunalen Gesamtschule im „Linksrheinischen“

Olympia-Initiative “Rhein Ruhr City 2032” BESCHLOSSEN

Dennoch betonte Monika Lehmhaus (FDP) die Bedeutung dieses Ratsvotums für eine Unterstützung der Bewerbung: „Allen sollte klar sein: Nach dieser Entscheidung wird das Thema Olympia an Rhein und Ruhr kräftig Fahrt aufnehmen — und das kann gravierende finanzielle Folgen auch für Düsseldorf nach sich ziehen.“ WZ

Beschlussdarstellung:
Der Rat der Stadt begrüßt die Initiative „Rhein Ruhr City 2032“, die eine Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2032 im Verbund von 14 Städten in Nordrhein-Westfalen anstrebt, und beschließt, die Verwaltung mit der Unterstützung des Projektes zu beauftragen.

 

Arena-Namen

Nach einer leidenschaftlich geführten Diskussion hat sich eine Mehrheit des Rates für die Beibehaltung des Namens „Merkur-Spielarena“ ausgesprochen. In der von den Fraktionen freigegebenen Abstimmung folgten aber immerhin 24 Ratsmitglieder dem Antrag der Linken, diesen Namen wieder zurückzunehmen.

Neben der Linken votierten vor allem die Grünen sowie die klare Mehrheit in der FDP gegen den neuen Namenssponsor: „Wir bemühen uns händeringend um ein besseres Image für Düsseldorf und jetzt strahlt zehn Jahre lang diese peinliche Spielhallen-Sonne auf unserer Arena“ sagte Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP). WZ

Auch Ratsfrau Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) findet den Namen „wirklich gruselig“, die Liberalen konnten sich aber nicht auf eine einheitliche Linie einigen. NRZ