Prinz Harry hat sie gegründet : Gute Chancen für die Invictus Games in Düsseldorf – RP

„Die Spiele sind etwas ganz Wichtiges“, sagt Düsseldorfs FDP-Chefin Marie-Agnes Strack-Zimmermann, die sich als verteidigungspolitische Sprecherin der Liberalen seit Monaten dafür einsetzt, die Invictus Games an den Rhein zu holen. Mit ihnen verbunden sei die besondere Anerkennung der Soldaten, die als Versehrte, sei es physisch oder psychisch, aus dem Einsatz zurückkehren.

Düsseldorf Sportlicher Wettkampf von kriegsversehrten Soldaten soll 2022 in der Landeshauptstadt stattfinden. Stadtrat soll im Juli informiert werden. Und wo kommt das Geld her?

Die Invictus Games finden weltweit immer mehr Beachtung. „Invictus“ bedeutet unbesiegt, und die Kämpfer, die bei diesen Spielen antreten, haben ein schweres Schicksal zu meistern. Sie sind für ihr Land in den Krieg gezogen und verwundet worden. Prinz Harry, einst selbst Soldat, hat die Invictus Games erfunden, 2014 fanden sie das erste Mal in London statt. Jetzt könnten sie nach Düsseldorf kommen. Die Verhandlungen für die Spiele 2022 laufen hinter den Kulissen auf Hochtouren, der zuständige General war nach Informationen unserer Redaktion bereits im Rathaus. Noch vor der Sommerpause soll der Stadtrat über die Bewerbung informiert werden.

„Die Spiele sind etwas ganz Wichtiges“, sagt Düsseldorfs FDP-Chefin Marie-Agnes Strack-Zimmermann, die sich als verteidigungspolitische Sprecherin der Liberalen seit Monaten dafür einsetzt, die Invictus Games an den Rhein zu holen. Mit ihnen verbunden sei die besondere Anerkennung der Soldaten, die als Versehrte, sei es physisch oder psychisch, aus dem Einsatz zurückkehren. Das Beste zu schaffen, was man kann und der Aufbau neuen Selbstvertrauens seien Sinn und Zweck der Spiele, die bewusst auf eine Medaillenwertung nach Nationen verzichten. Sportarten sind etwa Leichtathletik, Radrennen und Rollstuhl-Basketball.

Nach London fanden die Spiele in Orlando, Toronto und zuletzt in Sydney statt, 2020 ist Den Haag an der Reihe. 500 Teilnehmer aus 18 Staaten waren in Australien am Start, Deutschland war mit 20 Aktiven dabei. Prominenter Besuch ist sicher. So reiste US-Präsident Obama zu den Spielen in Kanada, Prinz Harry ist Stammgast. Es gibt eine Konkurrenzbewerbung aus Kanada, aber da dort die Spiele bereits stattfanden, hat Deutschland gute Chancen.

Köln hat zurückgezogen, auch Ministerpräsident Armin Laschet unterstützt die Bewerbung der Landeshauptstadt. Für die ausrichtende Stadt sollen keine Kosten entstehen, Bundesmittel in zweistelliger Millionenhöhe sind in Aussicht gestellt. Die Bundesregierung will die Spiele nach Deutschland holen, die Parteien der Groko stellten dafür im März einen Antrag im Bundestag. Die Spiele seien „ein deutliches Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung“.

In Düsseldorf planen das Stadtmarketing und die Veranstaltungstocher D.Live die Spiele. Da die Invictus Games nicht haushaltsrelevant sind, ist lediglich eine Informationsvorlage für den Stadtrat vorgesehen. Bei den Spielstätten sind die Arena und der Arena-Sportpark die Favoriten. Es ist aber auch möglich, einzelne Veranstaltungen im Dome durchzuführen, etwa Eröffnung oder Abschlussfeier.