Neuer Radweg am Rhein nur bis zum Ferienende? – RP

„Wir wollen dies jetzt aber enger fassen“, sagt FDP-Fraktionschef Manfred Neuenhaus. „Die Protected Bike Lane soll am letzten Tag der Sommerferien, also am 11. August, abgebaut sein.“ Im Rathaus sähen manche die neuen Spuren als Versuch an, sagt Neuenhaus, auch wenn dies im gemeinsamen Antrag nicht so stehe. „Wir müssen dann also nicht über ihr Ende abstimmen“, sagt der FDP-Mann.

„Der zusätzliche Radweg ist eine Corona-Line und nicht mehr“, sagt Strack-Zimmermann, „er hat ein Verfallsdatum, über das dann nicht erneut diskutiert werden darf.“

Düsseldorf Die „Protected Bike Lane“ am Rheinufer in Düsseldorf soll jetzt nur bis zum 11. statt bis zum 30. August eingerichtet werden. Die FDP stimmt sonst nicht zu. CDU-Spitzenkandidat Stephan Keller sieht die Spur ebenfalls kritisch.

Die Ratsmehrheit aus SPD, Grünen und FDP war sich einig: Am Rheinufer herrscht im Augenblick wenig Auto- und viel Radverkehr. Deswegen kann man dort in jede Fahrtrichtung eine Fahrspur zeitlich begrenzt umwidmen und sie den Fahrradfahrern zur Verfügung stellen. „Wir wollen dies jetzt aber enger fassen“, sagt FDP-Fraktionschef Manfred Neuenhaus. „Die Protected Bike Lane soll am letzten Tag der Sommerferien, also am 11. August, abgebaut sein.“

Der Antrag der Ampel-Kooperation lautet bislang auf ein Ende der Spuren am 31. August. „Diese laufzeit ist jedoch zu lang“, sagt Marie-Agnes Strack-Zimmermann, die OB-Kandidatin der Liberalen. Da man davon ausgehe, dass gleich nach den Ferien das Leben in nahezu alter Intensität wieder aufgenommen werde, wolle man auch die Erreichbarkeit der Innenstadt sowie von Messe und Flughafen sicherstellen. Dazu gehöre auch die Route vom Kennedydamm in Richtung Rhein und Innenstadt. „Der zusätzliche Radweg ist eine Corona-Line und nicht mehr“, sagt Strack-Zimmermann, „er hat ein Verfallsdatum, über das dann nicht erneut diskutiert werden darf.“

Die „Protected Bike Lane“ soll kurzfristig eingerichtet werden, sie soll am Dienstag im Verkehrsausschuss beschlossen werden. Sie führt vom Joseph-Beuys-Ufer über die Cecilienallee und die Rotterdamer Straße bis zur Höhe Lohauser Deich. In beiden Fahrtrichtungen soll jeweils ein Fahrstreifen für den Radverkehr eingerichtet und durch flexible Abpollerung in Form eines Pop-up-Radweges nach Berliner Vorbild gekennzeichnet werden.

Im Rathaus sähen manche die neuen Spuren als Versuch an, sagt Neuenhaus, auch wenn dies im gemeinsamen Antrag nicht so stehe. „Wir müssen dann also nicht über ihr Ende abstimmen“, sagt der FDP-Mann.

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