Der Grundfehler der Verkehrspolitik von CDU und Grünen: Sie wollen den moterisierten Verkehr aus der Stadt drängen ohne das es genügend Alternativen im ÖPNV gibt. Parkplätze in der Stadt sollen jetzt beseitigt werden und die Planung von neuen Quartiersgaragen beginnt grade erst – viel zu zögerlich. Diese Politk halten wir für chaotisch. Sie macht vielen Menschen in Düsseldorf das Leben schwer und wird auch nachhaltigen wirtschaftlichen Schaden erzeugen. Wir sind der Meinung: Erster und wichtigster Schritt zu einer Verkehrswende ist der Ausbau des ÖPNV. Er muss zuverlässig, pünktlich und sicher sein. Die Angebote im ÖPNV müssen deutlich ausgeweitet werden.

Geteiltes Echo auf Kellers Parkplatz-Ideen RP+

Von den Oppositionsparteien kommt Kritik, so heißt es von der FDP, die CDU sei auf Schlingerkurs. FDP-Fraktionschef Manfred Neuenhaus betont, alle wollten in zehn Jahren weniger Autos in der Stadt haben, aber Schwarz-Grün fehle die Struktur, denn die Ratsmehrheit schaffe erst Parkplätze ab und frage dann, wie es weitergehe. Dabei stoße sie Pendlern vor den Kopf, auf die Düsseldorf dringend angewiesen sei. Bei der CDU sei keine klare Linie mehr zu erkennen, den Grünen seien die Folgen ihrer Eingriffe für die Menschen, die in der Stadt wohnten oder in die Stadt kommen wollten, relativ egal. „Die Rücksichtslosigkeit des Verkehrsplaners Tamms, der nach dem Krieg die autogerechte Stadt wollte, wiederholt sich jetzt unter umgekehrten Vorzeichen.“

Düsseldorf sucht dringend Ausweich-Parkplätze RP+

Die Stadtverwaltung soll in Flingern-Nord und Bilk mehr Parkraum abseits der Straßen auftreiben – damit der Umbau für eine Verkehrswende weitergehen kann. Aber ist das in den engen Innenstadtvierteln überhaupt realistisch?

Eine Abhilfe für die überlasteten Straßen in den Gründerzeitvierteln bahnte sich bislang aber nicht an. Das zeigte kürzlich auch eine Anfrage der FDP. Sie wollte im Frühjahr wissen, welche Standorte für Anwohnerquartiersgaragen im Stadtbezirk 2 (Flingern/Düsseltal) im Raum stehen. Die Antwort fiel ernüchternd aus: „In den letzten fünf Jahren wurden, auch aufgrund fehlender geeigneter städtischer Flächen, keine neuen Standorte geprüft“.

Im Ordnungs- und Verkehrsausschuss löste das Thema zum wiederholten Male eine Debatte aus. Manfred Neuenhaus (FDP) warf der Ratsmehrheit vor, viel zu spät mit der Idee zu kommen. Man könne nicht zuerst über den Umbau der Quartiere reden und erst danach mit der Suche nach Ausweich-Parkplätzen anfangen. „Die Leute fühlen sich verspottet.“

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