Monika Lehmhaus: Die Ratsfrau steht weiter zum Nein der FDP zur Tour de France in Düsseldorf. „Mir fehlen da die Breite und die Nachhaltigkeit.“ – RP

Die Sportstadt ist im Zuge der Düsseldorfer Olympiabewerbung entstanden, nach Meinung der FDP-Sportexpertin Monika Lehmhaus hat das Projekt inzwischen an „Fahrtwind verloren“. Deshalb will die Liberale im Sportausschuss den Antrag stellen, einen externen Berater damit zu beautragen, Visionen für die Sportstadt zu entwickeln. Lehmhaus‘ wichtigste Punkte im Überblick:

 

Basis Nach Wahrnehmung der Liberalen sehen insbesondere jüngere Menschen (20 bis 40) die Sportstadt kritisch, zudem gibt es für selbstorganisierten Sport zu wenig Möglichkeiten. Lehmhaus will deshalb die Bürger zu ihrem Sportverhalten und Wünschen befragen. Das Ergebnis soll die Basis bilden für die weiteren Schritte der Sportstadt. „Wir brauchen Vielfalt, insbesondere für junge Leute“, sagt Lehmhaus. Eine wichtige Rolle spielt in diesem Zusammenhang der Sport im Offenen Ganztag. „Wir könnten neue Formen der Schul-Ligen entwickeln. Und denkbar ist auch, einen Sportbus einzuführen, der – ähnlich wie ein Skibus im Skigebiet – die Kinder einsammelt und zu den passenden Sportflächen bringt.“

Vereine Dass sich die Stadt aktuell engagiert, um gemeinsam mit Neuss eine hochklassige Handball-Mannschaft zu stellen, sieht Lehmhaus kritisch. „Die Stadt sollte sich nur einmischen, wenn die Kraft von unten kommt.“ Ihre Lieblings-Sportart ist in dieser Hinsicht Tischtennis. Es gebe in Düsseldorf Angebote für Einsteiger wie den Pausenkönig, eine breite Jugendarbeit, das Internat und den Bundesstützpunkt am Staufenplatz und als Spitze das höchst erfolgreiche Profi-Team der Borussia.

Events Die Ratsfrau steht weiter zum Nein der FDP zur Tour de France in Düsseldorf. „Mir fehlen da die Breite und die Nachhaltigkeit.“ Düsseldorf müsse erst eine Breitensportstadt werden und könne dann Highlights entwickeln – so wie die Tischtennis-WM nun Höhepunkt der beschriebenen Arbeit sei. Ein externer Berater sei wichtig auf dem Weg dorthin, damit eine neutrale Instanz den Prozess begleite. Sportpolitik sei aktuell zu sehr eine Frage von kleinen Runden, der Sportausschuss sei nicht mehr das entscheidende Gremium.