In der Politik stößt ein neuner Stadtstrand wieder auf große Zustimmung. „Wir finden die Idee klasse“, freut sich FDP-Fraktionschef Manfred Neuenhaus. „Im Hochsommer rechnet sich das Konzept für Gastronomen mit Sicherheit. Da muss man nur mal nach Berlin schauen. Und ich bin mir sicher: Das kann Düsseldorf auch, wenn nicht sogar besser.“

 

 

Fast zwölf Jahre ist es her, dass das „Monkey’s Island“ schließen musste. Von Marc Herriger

Der unfassbar beliebte Stadtstrand im Medienhafen. Damals war Düsseldorf ein Trendsetter.

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Mittlerweile gibt es so eine Strandbar in fast jeder deutschen Großstadt, nur in Düsseldorf nicht mehr. Das soll sich jedoch jetzt wieder ändern.

„Das dürfte ja keine Raketenwissenschaft sein“

Die Grünen haben im Juli 2017 die Verwaltung beauftragt, mögliche Standorte für eine neue Strandbar in Düsseldorf zu prüfen. Eine Antwort bekam man darauf nicht.

„Für uns spricht eigentlich wenig bis nichts gegen eine solche Gastronomie. Deshalb dürfte das auch keine Raketenwissenschaft sein, aber wir haben bis heute so gar nichts aus dem Rathaus gehört“, wundert sich Grünen-Fraktionsgeschäftsführer Stephan Soll.

Und so stellte die Partei jetzt erneut eine Anfrage, zu der Verwaltung heute in der Ratssitzung ihre Ergebnisse präsentieren könnte.

Standortfrage: Medienhafen oder Paradiesstrand?

Nach EXPRESS-Informationen geht es dabei um die Fläche rund um die heute Wache der Wasserschutzpolizei neben dem Rheinturm und eine Fläche am Apollo.

Diese Standorte, die laut Soll auch den Grünen vorschweben, sehen Gastronomie-Experten allerdings kritisch. „Die Variante an der Wache beschwört Platzprobleme herauf, am Apollo könnte der Lärm Thema werden“, sagt Gastro-Berater Markus Eirund.

„Es gibt nur einen geeigneten Standort: Den Paradiesstrand. Allerdings ohne Eintritt, nur mit einer Gastronomie und ein paar Buden samt Toilette. Man muss aufpassen, dass das angestammte Publikum dort nicht verdrängt wird. Aber die Gastronomen würden hier sicher Schlange stehen.“

Begeisterung in der Politik und bei Gastronomen

Etwa „Stahlwerk“-Chef Stefan Prill, der in Flingern bereits mit dem Treibgut eine Strandbar betreibt: „Das würde ich sofort machen, nur dort passt es auch hin. Aber eben nur, wenn nicht irgendwelche Gierhälse dort alles absperren und Eintritt nehmen.“

In der Politik stößt ein neuner Stadtstrand wieder auf große Zustimmung. „Wir finden die Idee klasse“, freut sich FDP-Fraktionschef Manfred Neuenhaus.

„Im Hochsommer rechnet sich das Konzept für Gastronomen mit Sicherheit. Da muss man nur mal nach Berlin schauen. Und ich bin mir sicher: Das kann Düsseldorf auch, wenn nicht sogar besser.“