FDP-Politikerin erneuert Kritik am Stadtstrand-Konzept „Da ist ja der Ballermann schöner!“

von: GERHARD ALTENHOFEN veröffentlicht am 24.06.2019 – 07:32 Uhr

Düsseldorf – Seit dem Aus des legendären „Monkey’s Island“ vor 13 Jahren im Medienhafen hoffte die Party-Szene auf eine Wiederbelebung des beliebten Konzepts. Seit dem Wochenende gibt es jetzt den neuen „Stadtstrand“ – allerdings ohne Strand und Palmen!


FDP-Politikerin Monika Lehmhaus (57) sieht sich in ihrer Kritik bestätigt: „Der Projektentwickler hätte zuvor belastbare Computer-Animationen vorlegen müssen!“Foto: Hojabr Riahi

Stattdessen Liegestühle vor der langen Reihe von sechs türkis gestrichenen Hochsee-Containern und vier Food-Trucks neben der Theodor-Heuss-Brücke. Die ersten Gäste reagierten am Wochenende positiv, einer schrieb bei Facebook: „Ich finde es klasse, dass die Rheinuferpromenade belebt wird“. Im Internet gab es aber auch Häme, Nutzer schreiben u.a.: „Stadtstrand? Wo ist der Strand? Keine Kreativität, albern!“

Beim BILD-Termin vor Ort sah sich auch die Ratspolitikerin Monika Lehmhaus (57, FDP) in ihren schlimmsten Befürchtungen bestätigt: „Da ist es ja am Ballermann schöner! Am meisten fehlt hier der Sand. So einen Rasen kann man doch nicht Strand nennen. Leider gibt es auch keine Palmen oder Olivenbäume und keine Skulpturen.“

Die Vorsitzende des Wirtschafts-Ausschusses war skeptisch, stimmte gegen das Projekt. Lehmhaus ist sauer, dass eine breite Mehrheit im Rathaus die Hand für dieses Konzept hob, obwohl Projektentwickler „Küssdenfrosch“ keine belastbaren Computer-Animationen seiner Strand-Idee vorgelegt habe.

► Am meisten ärgert die FDP-Politikerin: „Das ist ja nur der erste von drei dieser sogenannten Strände. Insgesamt kann der Projektentwickler zehn Jahre lang rund 20 000 Quadratmeter am Rheinufer so bewirtschaften.“ Darunter auch die Wiese am KIT-Museum. Lehmhaus: „Warum lässt man die Fläche nicht einfach frei?“

Der „Strand“ ist täglich von 10 bis 24 Uhr geöffnet. Leihgebühr für Liegestuhle pauschal zehn Euro (egal, ob für eine Stunde oder einen ganzen Tag), für einen (kleinen) Sonnenschirm fünf Euro. Ein Radler (0,5 Liter) kostet 4,50 Euro, eine Currywurst mit Brötchen vier Euro, ein De-Luxe-Burger 8,50 Euro. Es ist aber auch erlaubt, eigene Decken, Getränke und Speisen mitzubringen.