FDP-Anfrage: Gesundheitliche Digitalisierung in der Pflege

Welche Träger von Pflegeeinrichtungen in Düsseldorf haben bereits Erfahrung mit digitalen Pflegedokumentationen?

Anfrage

Gesundheitliche Digitalisierung in der Pflege

Sehr geehrter Herr Stieber,

im Namen meiner Fraktion bitte ich Sie, aus gegebenem Anlass folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung des Ausschusses für Gesundheit und Soziales am 07. Mai 2019 zu setzen und von der Verwaltung beantworten zu lassen.

Anfrage:

1.Welche Träger von Pflegeeinrichtungen in Düsseldorf haben bereits Erfahrung mit digitalen Pflegedokumentationen?

2.Wie hoch ist der Bürokratieaufwand bei den unterschiedlichen Düsseldorfer Trägern, der durch die Dokumentation im Bereich der Pflege entsteht und wie groß wird das Optimierungspotential durch die digitale Dokumentation eingeschätzt?

3.Wie wird das Pflegepersonal mit unterschiedlichen Sprachkenntnissen im Bereich digitaler Pflegedokumentation geschult?

Begründung:

Die am meisten gehörte Forderung von den Pflegekräften ist, mehr Zeit für Patientinnen und Patienten zu haben. Jedoch stehen immer weniger Pflegekräfte zur Verfügung und der Zeitanteil, der für die Pflegedokumentationen aufgewandt werden muss, reduziert auch noch den Zeitanteil, der tatsächlich für die Pflege zur Verfügung steht.Es soll daher nach Möglichkeiten gesucht werden, die Dokumentation stärker zu digitalisieren und bedienerfreundlich zu gestalten, um die Pflegekräfte zu entlasten, damit ihre Kernaufgabe der Pflege in ein angemessenes Verhältnis gerückt wird.

So könnte ein IT-und Assistenz-Dokumentationssystem, das eine patientennahe Dokumentation am Bett ermöglicht, eine Lösung sein. Die Überleitung zwischen Krankenhäusern, Pflegeheimen und der Betreuung durch den Hausarzt kann über einen digital geführten Überleitungsbogen vereinfacht werden und sollte für die Fachleute schnell und einfach abrufbar sein. Dabei sollte es ein ausgewogenes Gleichgewicht mit dem personenbezogenen Datenschutz geben.

Dr. Christine Rachner