FDP-Anfrage: Beschleunigt und preisgünstig: Nachverdichtung durch Dachaufstockungen und Dachausbauten

Welche Quartiere eignen sich durch Bausubstanz und Infrastruktur gut für Nachverdichtungen durch Dachausbau und Aufstockungen bis maximal 22 Meter Gebäudehöhe?

Anfrage

Beschleunigt und preisgünstig: Nachverdichtung durch Dachaufstockungen und Dachausbauten

Sehr geehrter Herr Vorsitzender,

im Namen meiner Fraktion bitte ich Sie, nachfolgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung des Ausschusses für Wohnungswesen und Modernisierung am 06. Mai 2019zu setzen und von der Verwaltung beantworten zu lassen:

1.Welche Quartiere eignen sich durch Bausubstanz und Infrastruktur gut für Nachverdichtungen durch Dachausbau und Aufstockungen bis maximal 22 Meter Gebäudehöhe?

2.Welche B-Pläne sollten hinsichtlich erweiterter Gebäudehöhen und Geschosszahlen überprüft und ggf. geändert werden?

3.Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung, Aufstockungen und Dachausbauten beschleunigt zu genehmigen und Auflagen zu reduzieren (ggf. auch durch Befreiungen von B-Plan-Auflagen bzw. durch großzügige Auslegung des § 34)?

Begründung:

Dachausbauten und Dachaufstockungen sind bei vielen Mehrfamilienhäusern eine Möglichkeit, schnell zusätzlichen preisgünstigen Wohnraum zu schaffen, auch weil kein Grundstück finanziert und erschlossen werden muss. Eine Studie der TU Darmstadt bezifferte 2015 das Potential in Regionen mit erhöhtem Wohnbedarf bei 1,5 Millionen Wohnungen. In der Presse wird derzeit auch die Frankfurter Platensiedlung als größtes Nachverdichtungsprojekt Deutschlands dargestellt, indem mit Holzmodulen zusätzliche Etagen geschaffen werden. Vorteile sind: Das Bauen wird beschleunigt und erheblich günstiger.

Sönke Willms-Heyng