„Election Breakfast“ in Düsseldorf

STZUSA

Während Düsseldorfs FDP-Chefin Marie-Agnes Strack-Zimmermann „erschüttert“ darüber war, „dass solch ein Dummschwätzer daherkommen und alles an sich reißen kann“. RP

US-Generalkonsull Michael Keller und FDP-Vize Marie-Agnes Strack-Zimmermann.

Düsseldorf. Das „Election Breakfast“ hat in Düsseldorf Tradition. Am Morgen nach der Wahl wird hier das Ergebnis diskutiert. Doch nach dem Sieg Donald Trumps wurde aus der Wahlparty für viele eine Trauerfeier.

Gemeinsam mit dem US-Generalkonsulat, dem Amerika Haus und dessen Freundeskreis sowie der Landesanstalt für Medien (LfM) lud die Rheinische Post zu einer Wahlparty am Morgen nach der US-Wahl.

Entsetzen auch in Düsseldorf nach der Wahl von Donald Trump zum künftigen US-Präsidenten. „Ich bin schockiert“, so die erste Reaktion von Marie-Agnes Strack-Zimmermann, stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP. „Ich finde das zutiefst beunruhigend. Aber Demokratie schützt nicht vor erstaunlichen Kandidaten.“ Aufgrund der US-Wahl, den Aufstieg der AfD und Vorgänge in Europa sagte die Liberale: „Die Politik beginnt ein Eigenleben zu bekommen. Wir stehen vor einer Zeitenwende.“ Dummschwätzer, Antisemiten und Homophobe dürften keine Chance bekommen… Aber viele schrecke deren Sprache nicht mehr ab. NRZ

Trauerstimmung auch bei Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Vorsitzende der FDP-Ratsfraktion: „Es geht mir so mies wie nach dem Brexit. Trump ist unerträglich, es ist traurig, dass dieser Mann trotz seiner verbalen Tabubrüche niemanden mehr abgeschreckt hat. Irgendwann wird er ja in Deutschland aufschlagen und er wird sicherlich nicht nur mit Blumen begrüßt werden.“ WZ