Düsseldorf Die FDP fordert im Stadtrat einen Fußgängerbeauftragten für Düsseldorf – und setzt damit CDU und Grüne unter Druck.

Der Stadtrat wird sich in seiner kommenden Sitzung am 1. Juli mit den Fußgängern beschäftigen – und damit Verkehrsteilnehmer in den Fokus nehmen, über die oft wenig geredet wird. Anlass ist ein Antrag der FDP. Die Oppositionsfraktion fordert einen Fußgängerbeauftragten, der zum Beispiel bei der Planung von Straßen als Anwalt für die Belange der Fußgänger eintreten soll. Außerdem soll der Rat eine „Kleine Kommission“ zum Thema gründen, fordert die FDP.

In der Begründung verweist Fraktionschef Manfred Neuenhaus darauf, dass in den Debatten um eine Verkehrswende meist über Rad und Rheinbahn gesprochen werde. „Dabei gehört das Zufußgehen zu den nachhaltigsten und ökologisch saubersten Mobilitätsformen.“ Außerdem bedeute es Lebensqualität.

Aus Sicht der FDP gibt es aber im Alltag viel zu bemängeln. Werbesegel, Baustelleneinrichtungen, Verkehrsschilder, aber auch unachtsam abgestellte Fahrräder versperrten immer wieder den Weg – und zwingen Menschen mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl zu Slalomläufen. Dazu kämen viele Zonen, die sich Fußgänger und Radfahrer teilen müssen – aus Sicht der FDP für beide Seiten keine Freude. „Am Rheinufer oder in der Altstadt kann jeder täglich diese Erfahrung machen.“

Sichere Wege, weniger Gefahrenstellen : Düsseldorfer Politik will mehr für Fußgänger tun RP+

Antrag der FDP-Ratsfraktion: Fußgängerbeauftragte*r für die Landeshauptstadt Düsseldorf und Einrichtung einer „Kleinen Kommission Fußverkehr“

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