„Wir haben die Kapazitäten, wir können diesen Menschen helfen“, sagte FDP-Fraktionsvorsitzender Manfred Neuenhaus unserer Redaktion. Nachdem der Bonner Oberbürgermeister Ashok Sridharan (CDU) am Donnerstag angeboten hatte, einige der in Malta gestrandeten Menschen aufzunehmen, folgt nun die Ampel-Koalition in Düsseldorf dem Bonner Beispiel.

 

Die Städte Bonn und Düsseldorf wollen Flüchtlinge vom Rettungsschiff „Lifeline“ aufnehmen. Nachdem der Bonner Oberbürgermeister Ashok Sridharan (CDU) am Donnerstag angeboten hatte, einige der in Malta gestrandeten Menschen aufzunehmen, folgt nun die Ampel-Koalition in Düsseldorf dem Bonner Beispiel. „Wir haben die Kapazitäten, wir können diesen Menschen helfen“, sagte FDP-Fraktionsvorsitzender Manfred Neuenhaus unserer Redaktion. Auch die SPD habe grundsätzlich nichts gegen die Unterbringung von Flüchtlingen, hieß es von ihrem Fraktionsvorsitzenden Markus Raub auf Anfrage.

Die Grünen, die das Düsseldorfer Angebot initiiert hatten, sehen in dem Schritt ein Signal der Kommunen an die Bundesregierung. Diese hatte zunächst geprüft, Flüchtlinge von der „Lifeline“ aufzunehmen, wie Regierungssprecher Steffen Seibert sagte. Aber Bundesinnenminister Horst Seehofer sprach sich dagegen aus. Jetzt teilte das Bundesinnenministerium auf Anfrage mit, „dass eine Aufnahme durch andere Mitgliedstaaten erfolgt und sich die Frage einer Aufnahme durch Deutschland nicht mehr stellt.“