Der Rat hat die Genehmigung von Mehrkosten zum Tour-de-France-Start über 2,9 Millionen Euro erneut vertagt. Nun soll über die Mittel – 1,5 Millionen davon nachträglich, weil die per Dringlichkeitsbeschluss bereits ausgegeben wurden – in der Ratssitzung am 19. Oktober abgestimmt werden. In der Sondersitzung am Dienstag hatte überraschend FDP-Fraktionschef Neuenhaus die Vertagung beantragt. „Wir als FDP bleiben bei unserer Ablehnung des Grand Départs. Aber SPD, CDU und Grüne, die prinzipiell stets für das Event waren, sollten sich noch mal zusammensetzen und eine Lösung finden“, rät Neuenhaus denn: „Dass es bei einer solchen Veranstaltung nachher zu Mehrkosten kommt, ist ja nicht ungewöhnlich.“ WZ

 

Kurios: Beantragt wurde die Verschiebung der Entscheidung nun nicht von einem Tour-Befürworter, sondern ausgerechnet von der FDP. „Wenn wir das Thema nun verschieben, haben alle Fraktionen noch einmal Gelegenheit, darüber zu diskutieren“, sagte Fraktionschef Manfred Neuenhaus, betonte aber, seine Partei stehe weiter zu ihrem Nein. Stattdessen will Neuenhaus die Union in die Pflicht nehmen: Sie habe schließlich dem Finanzierungsbeschluss zugestimmt, dann müsse sie dies nun auch bis zum Ende mittragen. „Es ist doch klar, dass Veranstaltungen wie die Tour teurer werden. Und wenn ich für eine Finanzierung stimme, muss ich die Konsequenzen tragen“, sagt er. Tatsächlich hatte die Union zwar gegen die Ausrichtung des Tourstarts votiert, hatte sich später dem Beschluss der Finanzierung jedoch angeschlossen. RP