Düsseldorf diskutiert einen Neubau der Oper – Riesiger Sanierungsaufwand – RP

Angesichts der neuen Entwicklung ist FDP-Fraktionschef Manfred Neuenhaus sicher: „Die Frage ist inzwischen eher, ob wir es uns leisten können, auf den Neubau der Oper zu verzichten.“ Anders als das Schauspielhaus, das eine Architekturikone sei, müsse man den Opernbau nicht um jeden Preis erhalten. „Er ist schön, gemütlich, nett – aber keine Stilikone.“ Eine neue Oper müsse ein Treffpunkt für alle Düsseldorfer sein, offen, wo man einen Kaffee trinken kann und seinen runden Geburtstag feiern. „Für diese Aufgabe brauchen wir Architekten, die den Ort verstehen. Er liegt am Hofgarten, den die Düsseldorfer lieben, den man Besuch zeigt, wo man im Frühling hingeht.“

 

Um das Opernhaus für die nächsten 25 Jahre zu ertüchtigen, ist ein dreistelliger Millionenbetrag vonnöten. Dies wird kommende Woche offiziell mitgeteilt. Manfred Neuenhaus (FDP) hält einen Opern-Neubau nun für zwingend.

Es wird wahrscheinlicher, dass Düsseldorf eine neue Oper bekommt. Den Bau- sowie den Kulturpolitikern des Stadtrates werden in der nächsten Woche neue Zahlen zum Sanierungsaufwand des Gebäudes an der Heinrich-Heine-Allee vorgelegt. Nach Informationen unserer Redaktion haben Experten zwei Zeiträume untersucht. Um den Komplex für die nächsten zehn Jahre sicher zu machen, vor allem das marode Dach sowie die Fassade zu sanieren, müsste ein mittlerer zweistelliger Millionenbetrag investiert werden. Für 25 Jahre und eine gründlichere Instandsetzung inklusive Erneuerung der Haustechnik (Leitungsaustausch etc.) wäre ein dreistelliger Millionenbetrag zu veranschlagen.