Düsseldorf bekommt eine neue Waldschule – RP

Für Unmut sorgte bei den Vorsitzenden des Freundeskreises, CDU-Fraktionschef Rüdiger Gutt und Düsseldorfs FDP-Chefin Marie-Agnes Strack-Zimmermann, eine Panne bei der Organisation des Termins. So habe es keine Absprache mit dem Freundeskreis gegeben, auch seien keine Einladungen eingegangen. Beide konnten aus beruflichen Gründen nun nicht teilnehmen. Laut Stadt wurden am 12. April Einladungen per Post verschickt, der Termin sei dem Vorstand mitgeteilt worden. Offenbar sind die Einladungen nicht pünktlich angekommen, OB Geisel entschuldigte sich vor Ort.

 

Düsseldorf. Im Wildpark Grafenberg entsteht in den kommenden Jahren eine Waldschule. Am Mittwoch machte Oberbürgermeister Thomas Geisel den ersten Spatenstich. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Projekt.  Von Laura Ihme

 

Lange hat die Planung gedauert, jetzt ist es endlich so weit: Die neue Waldschule im Wildpark wird gebaut. Mit Umweltdezernentin Helga Stulgies, Kämmerin Dorothée Schneider und Förderern des Parks nahm Oberbürgermeister Thomas Geisel nun den ersten Spatenstich vor. Alle Fakten im Überblick:

  • Die Ausgangslage

Die Idee für den Bau der neuen Waldschule hat eine lange Geschichte. Bereits 2009 führte die Stadt eine Machbarkeitsstudie durch, um herauszufinden, wie der beliebte Wildpark attraktiver gestaltet werden kann. Seit 2011 engagiert sich zudem der Freundeskreis Wildpark für die Anlage, sammelt Spenden und machte sich immer wieder stark für einen Neubau der maroden Waldschule. Sie wurde 1986 errichtet und wird rege genutzt: 120 Schulklassen unternehmen jedes Jahr Exkursionen dorthin und nutzen das pädagogische Angebot. Doch die alte Schule, ein simples Holzhaus, ist inzwischen viel zu klein für die große Nachfrage, auch gibt es kein fließendes Wasser. Nach einem Wettbewerb wurde 2014 der Entwurf des Architekturbüros „Development 9“ zum Gewinner gekürt. 2016 beauftragte der Rat die Verwaltung mit der Detailplanung. Immer wieder wurden Prognosen zum Baubeginn gegeben, zuletzt hieß es, Start sei Anfang 2018. Wegen des langen Winters hat sich das bis jetzt hingezogen.

  • Das Projekt

Entstehen wird die neue Waldschule auf der Wiese unweit des alten Standorts. Das Gebäude soll sich an die Umgebung im Park anpassen: „Wir wollen ja nichts Künstliches hier haben“, sagt Kämmerin Dorothée Schneider. Der Neubau, der aus zwei Gebäuden besteht, die über einen Hof verbunden sind, erhält deshalb eine Dachbegrünung und eine Fassade aus Robinienholzpaneelen. Das Holz wurde nicht zufällig ausgewählt: „Die Tiere können ja auch an das Haus kommen, und damit sie die Fassade nicht anknabbern, musste ein Holz gewählt werden, das ihnen nicht schmeckt“, so Schneider. In dem einen Gebäude entsteht die Waldschule mit zwei Klassenräumen, die nach Bedarf aber auch zu einem großen Raum gemacht werden können. Das Nebengebäude ist jederzeit für die Besucher zugänglich, dort gibt es neue Toiletten. Der Bau ist barrierefrei und ein Niedrigenergiehaus.

  • Die Kosten

Rund 1,4 Millionen Euro kostet der Neubau. Den Großteil der Kosten übernimmt die Stadt, 300.000 Euro haben die Firma Linklaters und die Stiftung van Meeteren über den Freundeskreis des Wildparks gespendet.

  • Der Zeitplan

Der Spatenstich hatte nur symbolische Wirkung. Richtig los geht es am Dienstag nach Pfingsten, dann soll es gut 13 Monate dauern, bis der Neubau fertig ist und im Frühjahr 2019 eröffnet werden kann.

  • Der Zwischenfall

Für Unmut sorgte bei den Vorsitzenden des Freundeskreises, CDU-Fraktionschef Rüdiger Gutt und Düsseldorfs FDP-Chefin Marie-Agnes Strack-Zimmermann, eine Panne bei der Organisation des Termins. So habe es keine Absprache mit dem Freundeskreis gegeben, auch seien keine Einladungen eingegangen. Beide konnten aus beruflichen Gründen nun nicht teilnehmen. Laut Stadt wurden am 12. April Einladungen per Post verschickt, der Termin sei dem Vorstand mitgeteilt worden. Offenbar sind die Einladungen nicht pünktlich angekommen, OB Geisel entschuldigte sich vor Ort.

Quelle: RP