Die Liberalen sehen das anders. Sie verweisen darauf, dass das Geschäft wirtschaftlich sinnvoll sei. „Der Betrieb erwirtschaftet selbst das Geld, um seine Schulden zurückzuzahlen“, sagt Manfred Neuenhaus. Bei Krediten im Kernhaushalt sei das anders – die müsse die Stadt tilgen.

Die FDP-Chefin schlug rhetorisch zurück. Sie verteidigte das Geschäft als wirtschaftlich sinnvoll – und warf Gutt „Geschwafel ohne Inhalt“ vor. Die CDU arbeite mit falschen Unterstellungen und habe kein Konzept, wie drängende Investitionen gestemmt werden sollen.

 

Stadt kann den Kanal-Deal starten Die Stadt Düsseldorf überträgt ihr Kanalnetz an die eigene Tochter Stadtentwässerungsbetrieb – und die zahlt dafür 599 Millionen Euro in die Stadtkasse. Der Rat beschloss wie erwartet mit den Stimmen von SPD, Grünen und FDP den Deal. Er ermächtigt den Betrieb zugleich, einen Kredit für die Kaufsumme aufnehmen. Der jährliche Zins wird wohl 1,4 Prozent betragen. Die Debatte entwickelte sich vor allem zum Schlagabtausch zwischen den ehemaligen Koalitionspartnern CDU und FDP. Die Union warf FDP-Chefin Marie-Agnes Strack-Zimmermann vor, ihr Versprechen gebrochen zu haben, keinen Krediten im Kernhaushalt zuzustimmen. Der Deal sei nichts anderes. Das Geschäft führe in die Schuldenfalle, so Fraktionschef Rüdiger Gutt. CDU und Linke verweigerten ihr Ja. Die FDP-Chefin schlug rhetorisch zurück. Sie verteidigte das Geschäft als wirtschaftlich sinnvoll – und warf Gutt „Geschwafel ohne Inhalt“ vor. Die CDU arbeite mit falschen Unterstellungen und habe kein Konzept, wie drängende Investitionen gestemmt werden sollen.