Carlstadt: Verwirrung um das Hohe-Straße-Fest – RP

„Es erscheint nicht im Sinne der AnwohnerInnen und BesucherInnen“, ein solch erfolgreiches Fest, das die Identität des Stadtteils prägt, wegen eines vielleicht stattfindenden Radrennens sterben zu lassen“, schreiben Sebastian Rehne und Daniela Masberg-Eikelau in ihrem Antrag.

 

Carlstadt. Der Termin für September ist noch nicht genehmigt. Das Problem scheint sich aber jetzt zu klären. Von Arne Lieb

Die Organisatoren des Hohe-Straße-Fests können offenbar nun doch endlich planen. Bis jetzt liegt keine Genehmigung dafür vor, dass das Fest in der Carlstadt im September wieder ausgerichtet werden darf, die FDP will deshalb in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung 1 nachfragen. Der wichtigste mögliche Konfliktpunkt scheint aber inzwischen entschärft: Die Stadtverwaltung hatte offenbar Termine für eine zweite Auflage des „Race am Rhein“ freigehalten. „Ein solches Jedermann-Rennen wird aber erst wieder frühestens 2018 stattfinden“, sagt Sportdezernent Burkhard Hintzsche auf Anfrage unserer Redaktion.

Damit könnte der Veranstalter des Fests, die Altstadt-Marketing GmbH, wieder ihren klassischen Termin am dritten Sonntag des Monats, also am 17. September, bekommen. Denn die Bundestagswahl, die ebenfalls noch zu Terminproblemen zu führen drohte, wird eine Woche später am 24. September stattfinden. „Wenn das jetzt so klappt, dann sind wir froh“, sagt Frank Hermsen von Altstadt-Marketing. Schließlich müssen die Händler und Künstler frühzeitig ihr Jahr planen können.

Die Liberalen in der Bezirksvertretung 1 wollen in der kommenden Sitzung per politischen Beschluss erreichen, dass die Stadtverwaltung die Genehmigung für das Fest erteilt. Die FDP – die ohnehin die Begeisterung von SPD und Grünen für die anstehenden Radsport-Events rund um die Tour de France nicht teilt – beklagte, dass das kleine Fest unter dem Großevent zu leiden habe. „Es erscheint nicht im Sinne der AnwohnerInnen und BesucherInnen“, ein solch erfolgreiches Fest, das die Identität des Stadtteils prägt, wegen eines vielleicht stattfindenden Radrennens sterben zu lassen“, schreiben Sebastian Rehne und Daniela Masberg-Eikelau  in ihrem Antrag.

Ob sich das Problem 2018 noch mal stellen wird, gilt als ungewiss. Die Stadt will zwar weiter ein Jedermann-Radrennen fördern, allerdings könnte das „Race am Rhein“ an das Radrennen um die Kö angeschlossen werden. Dass noch mal die Tour-Strecke quer durch die ganze Stadt gesperrt wird, ist eher unwahrscheinlich.