Bundeswehr lehnt Ersatz-Grundstücke ab – RP

Strack-Zimmermann, die auch FDP-OB-Spitzenkandidatin ist, wirft Geisel vor, die Angebotsliste sei mit heißer Nadel gestrickt. Er hätte sich besser mit der Bundeswehr abstimmen und seine Ideen den Gegebenheiten anpassen sollen.

Die Stadt Düsseldorf hat offenbar große Probleme damit, der Bundeswehr einen geeigneten Standort für das Mobilmachungszentrum (MOB) anzubieten. Die vorgeschlagenen fünf Ersatzgrundstücke kommen nach einer ersten Prüfung nicht infrage, wie es in einem Schreiben des Verteidigungsministeriums an die Düsseldorfer FDP-Chefin und Bundestagsabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann heißt. Das MOB befindet sich aktuell neben der Bergischen Kaserne. Die Stadt hätte gerne das 1,5 Hektar große Areal des MOB, um auf dem Gesamtgelände das Olympische Dorf einzurichten, sollte die Region Rhein-Ruhr den Zuschlag für die Olympischen Spiele 2032 erhalten.

Die Stadt hat folgende Areale vorgeschlagen: am Vogelsanger Weg in Mörsenbroich, Nach den Mauresköthen in Gerresheim sowie dort westlich der Düssel, an der Moskauer Straße in Oberbilk, am Karweg/Münchner Straße in Holthausen sowie auf dem Gelände Benrather Schloßallee 29-33. Laut Bundeswehr erfüllen die Vorschläge nicht alle wesentlichen Bedarfskriterien: Die Größe muss stimmen, die Grundstücke sollen voll erschlossen sein und sich im Eigentum der Stadt befinden (was in Benrath nicht zutrifft). Und: „Ein Grundstück ist mit perfluorierten Tensiden kontaminiert und daher mit hohen Altlastenrisiken behaftet.“

Die Streitkräfte können zu den Gesamtkosten keine Angaben machen, da die Grundstücke nicht infrage kommen. Aus dem Ministerium heißt es aber, dass bei einer Abgabe des MOB allein für den Neubau der Werkstattinfrastruktur des Bundeswehr-Dienstleistungszentrums Kosten von 16 Millionen Euro entstehen. Die Bundeswehr werde diese Kosten nicht tragen. Das Militär selbst will neben dem MOB ein Karrierecenter errichten. Dieses müsste, wenn es nicht in Hubbelrath gebaut wird, am neuen Standort mit untergebracht werden.

Strack-Zimmermann, die auch FDP-OB-Spitzenkandidatin ist, wirft Geisel vor, die Angebotsliste sei mit heißer Nadel gestrickt. Er hätte sich besser mit der Bundeswehr abstimmen und seine Ideen den Gegebenheiten anpassen sollen.

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