Die FDP kann es kaum noch erwarten: „Unsere fast 800 Mitglieder in Düsseldorf brennen darauf Wahlkampf zu machen“, sagte gestern die Düsseldorfer Partei-Chefin Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Sie kandidiert im Düsseldorfer Norden für den Bundestag, der IT-Fachmann Sebastian Rehne im Düsseldorfer Norden. Sollte die FDP bundesweit mehr als 5 Prozent holen, was derzeit als sicher gilt, ist Strack-Zimmermann garantiert im Bundestag.

 

FDP stellt Bundestagskandidaten vor

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Düsseldorf.   Die Liberalen investieren 55 000 Euro und kämpfen um jede Stimme: „Wir haben nichts zu verschenken!“ NRZ

71 Tage sind es noch bis zur Bundestagswahl am 24. September. Die FDP kann es kaum noch erwarten: „Unsere fast 800 Mitglieder in Düsseldorf brennen darauf Wahlkampf zu machen“, sagte gestern die Düsseldorfer Partei-Chefin Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Sie kandidiert im Düsseldorfer Norden für den Bundestag, der IT-Fachmann Sebastian Rehne im Düsseldorfer Norden. Sollte die FDP bundesweit mehr als 5 Prozent holen, was derzeit als sicher gilt, ist Strack-Zimmermann garantiert im Bundestag.

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Denn die engagierte Lokalpolitikerin steht auf der NRW-Liste auf Platz 2 hinter Partei-Chef Christian Lindner und hat damit einen sicheren Platz. Rehne dagegen steht auf Platz 46. Er ist daher aufgerufen, seinen Wahlkreis direkt zu holen, so Strack-Zimmermann. Rehne kandidiert unter anderem gegen Sylvia Pantel (CDU), die den Wahlkreis 2013 direkt holte, Andreas Rimkus (SPD) und Sahra Wagenknecht (Linke). Im Norden tritt Strack-Zimmermann an unter anderem gegen Philipp Tacer (SPD) und Thomas Jarzombek (CDU), der den Wahlkreis letztes Mal gewinnen konnte. Dass die CDU gerade im Norden nervös ist, glaubt Strack-Zimmermann bemerkt zu haben: Dies hätten Diskussionen vorgestern im Stadtrat gezeigt. Denn Fakt ist: Die liberale Frontfrau wird der CDU im Norden das Leben schwer machen und Stimmen wegnehmen – was wiederum dem SPD-Kandidaten nützen könnte.

Die Partei-Chefin machte deutlich, dass sie und Sebastian Rehne beide um Erst- und Zweit-Stimmen kämpfen: „Es gibt keine Zweitstimmen-Kampagne, wir ringen um jede Wählerstimmen.“

In der Nacht zum 12. August, also sechs Wochen vor der Wahl, wird die FDP mit ihren Plakaten den Wahlkampf in der Stadt starten. Auf den schwarz-weißen Fotos, unterlegt mit gelben Feldern und Schrift in Magenta, ist neben den Düsseldorfer Direktkandidaten auch der Kopf des in Düsseldorf lebenden Bundesvorsitzenden Christian Lindner zu sehen. Den gesamten Wahlkampf lässt sich die FDP etwa 55 000 Euro, die aus Rücklagen und Spenden finanziert werden.

Bei der Wahl 2013 holte die FDP 9,2 Prozent Zweitstimmen. Wieviel Prozent sind dieses Jahr angestrebt? „Wir setzen keine Marke, wir sind ja nicht bescheuert“, so Strack-Zimmermann. Erstes Ziel für die FDP sei, wieder in den Bundestag einzuziehen. Welches ist die Wunsch-Koalition der Düsseldorfer FDP-Chefin? „Wir gehen ohne Koalitionsaussage in den Wahlkampf“. Sie räumt aber ein, dass bei den meisten Themen die „Überschneidungen mit der CDU deutlich ausgeprägter“ seien. Probleme auf Bundesebene gebe es bei den Themen Sicherheit und Flüchtlingen. Und dann sagt sie: „Ich bin dankbar, dass wir hier in Düsseldorf in einer Ampel sind und gerade bei Flüchtlingen eine gute Politik machen…“

Mit einer großen Kundgebung auf dem Schadowplatz beendet die Bundes-FDP am 23. September ihren Wahlkampf. Dabei ist auch Partei-Chef Christian Lindner.

Götz Middeldorf NRZ