Aquazoo: Es wird noch einmal teurer – WZ

Die Politik hat allmählich die Nase voll. „Ich verstehe es nicht und es ist auch den Bürgern nicht mehr vermittelbar“, sagte Manfred Neuenhaus (FDP) und fragte: „War es das denn jetzt endgültig?“

 

Umbau soll jetzt fast 21 Millionen Euro kosten, Politik verliert Verständnis und Geduld.

Düsseldorf. Die Kosten für die Sanierung des Aquazoos steigen und steigen. Nachdem Kulturdezernent Hans-Georg Lohe erst im Januar eine neuerliche Steigerung von knapp einer Million Euro mitteilen musste, legte er am Montag im Finanzausschuss der Politik weitere Mehrkosten von gut 1,2 Millionen Euro vor: Insgesamt kostet der Umbau des Aquazoos nunmehr 20,9 Millionen Euro. Zur Erinnerung: 2013 hatte die Stadt mit 12,8 Millionen Euro geplant, im März 2016 hatte der Rat schließlich 18,8 Millionen genehmigt.

Die Politik hat allmählich die Nase voll. „Ich verstehe es nicht und es ist auch den Bürgern nicht mehr vermittelbar“, sagte Manfred Neuenhaus (FDP) und fragte: „War es das denn jetzt endgültig?“ Für die Grünen meldete Angela Hebbeler Beratungsbedarf an, deshalb wird über die Verwaltungsvorlage erst im Rat nächste Woche abgestimmt.

Lohe sagte zur Begründung des x-ten Kostenanstiegs, es hätten noch mehr Teile (z.B. Verkabelung) ausgetauscht werden müssen. Jetzt aber sei das „Ende der Fahnenstange erreicht“, auch der – mehrfach verschobene – Eröffnungstermin (22. September) werde eingehalten. Markus Raub (SPD) sagte, der Grundfehler habe in der Vergabe an ein offenkundig ungeeignetes Planungsbüro gelegen. Andreas Hartnigk (CDU) forderte die Stadt auf, Regressansprüche geltend zu machen. Lohe sagte, das Verfahren laufe, man prüfe zudem, ob die Versicherung einspringen müsse.