Antrag der Fraktionen von FDP, CDU, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN “Besichtigung des Telemedizinzentrums der RWTH Aachen“

Das Notarztwesen und der Rettungsdienst stehen vor der Herausforderung stetig wachsender Einsatzzahlen. Obendrein wird die Qualität der Patientenversorgung vielfach diskutiert. Um die Latenz bis zur notärztlichen Versorgung zu optimieren und die Patientensicherheit zu erhöhen, gewinnt die Anwendung von Telemedizin -nicht nur im ländlichen Bereich- in der Notfallmedizin zunehmend an Bedeutung.

 

 

Im Namen der Fraktionen von FDP, CDU, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bitten wir Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung des Ausschusses für Gesundheit und Soziales am 20. Juni 2018 zu setzen und zur Abstimmung zu bringen.

Antrag:

Die Verwaltung wird gebeten, eine Besichtigung des Telemedizinischen Rettungsassistenzsystems des Telemedizinzentrums der RWTH Aachen für die gesundheitspolitischen Sprecher*innen der Fraktionen im Ausschuss für Gesundheit und Soziales zu organisieren.

Der Haupt- und Finanzausschuss wird gebeten, die für die Fahrtkosten erforderlichen Mittel zu genehmigen.

 

Begründung Das Notarztwesen und der Rettungsdienst stehen vor der Herausforderung stetig wachsender Einsatzzahlen. Obendrein wird die Qualität der Patientenversorgung vielfach diskutiert. Um die Latenz bis zur notärztlichen Versorgung zu optimieren und die Patientensicherheit zu erhöhen, gewinnt die Anwendung von Telemedizin -nicht nur im ländlichen Bereich- in der Notfallmedizin zunehmend an Bedeutung. Dabei kann die Entwicklung eines telemedizinischen Rettungsassistenzsystems für die Notfallversorgung hilfreich sein, diese Herausforderungen zu meistern. Mit Hilfe der sicheren und zuverlässigen Übertragung von Vitalparametern, inklusive der begleitenden Sprach- und Bildkommunikation, von einer Einsatzstelle bzw. aus dem Rettungswagen in Echtzeit an einen Notarzt – z.B. in der Leitstelle – kann dieser das Rettungsdienstteam vor Ort direkt unterstützen. Über Mobilfunk hilft der Telenotarzt bei Diagnose und Therapieentscheidungen. Den Rettungsassistenten wird somit notärztliche Kompetenz zur Seite gestellt, auch wenn noch kein Notarzt an der Einsatzstelle verfügbar ist.

Der Besuch der gesundheitspolitischen Sprecher*innen der Fraktionen im
Telemedizinzentrum in Aachen soll zur Aufklärung dienen, ob dieses Thema für die
Landeshauptstadt Düsseldorf interessant ist. Dabei soll geprüft werden, in wie fern
die Chancen der Telemedizin und der Telematikinfrastruktur zur Optimierung der
Notfallversorgung in Düsseldorf beitragen können.

Freundliche Grüße
Dr. Christine Rachner  Dagmar von Dahlen  Klaudia Zepuntke  Angela Hebeler

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