Ankaufsetat für Kunst im öffentlichen Raum – Antrag der Ampel

Beschlossen: Der Kulturausschuss beauftragt die Verwaltung, eine Haushaltsposition für den Ankauf von Kunst im öffentlichen Raum in Höhe von 220.000 Euro in den Haushalt 2020 ff einzustellen. Ein Teil der Mittel soll zur Instandhaltung der angekauften Werke verwendet werden.

Änderungsantrag der Ratsfraktionen von SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP zum Top 5.3 Entwurf Kulturhaushalt 2020: Ankaufsetat für Kunst im öffentlichen Raum

Sehr geehrter Herr Conzen,

die Fraktionen SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP bitten Sie, den folgenden Änderungsantrag auf die Tagesordnung des Kulturausschusses am 14. November 2019 zu nehmen und abstimmen zu lassen:

Der Kulturausschuss beauftragt die Verwaltung, eine Haushaltsposition für den Ankauf von Kunst im öffentlichen Raum in Höhe von 220.000 Euro in den Haushalt 2020 ff einzustellen. Ein Teil der Mittel soll zur Instandhaltung der angekauften Werke verwendet werden.

Die Mittel sollen bei größeren Anschaffungen in das kommende Haushaltsjahr über-tragen werden können. Dem Ankauf soll ein geordnetes, qualitätssicherndes Verfah-ren vorausgehen, die letzte Entscheidung trifft der Rat.

Begründung:
„Kunst im öffentlichen Raum ist seit Jahrhunderten ein fester und herausragender Bestand-teil von Stadtkultur. Sie gehört nicht nur zu den ältesten aller Künste, sondern ist auch die öffentlichste unter den Künsten. Sie trägt in besonderer Weise zur Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt bei. Nicht selten stehen bedeutende Werke symbolisch für die ganze Stadt und können wirkungsvoll für die touristische Stadtwerbung genutzt werden.“ (aus: Kunst im öffentlichen Raum – Eine Handreichung, Deutscher Städtetag, 13.3.2013, Heilbronn).

Die Ampel-Fraktionen haben in den letzten Jahren ein besonderes Augenmerk auf die För-derung von Kunst im öffentlichen Raum gelegt. Durch die Einrichtung der Kunstkommission und Unterstützung großer Ausstellungsprojekte haben wir den Diskurs über Kunst und Kultur in die Öffentlichkeit gebracht und Düsseldorf als Kunst- und Kulturstadt erlebbar gemacht. In der Beschäftigung mit Kunst im öffentlichen Raum hat sich herausgestellt, dass die Arbeiten bedeutender Künstler*innen, die mit Düsseldorf durch vielfältige Bezüge verbunden sind, keinen Niederschlag in der Stadtgestaltung finden und somit das Wirken dieser Künst-ler*innen in unserer Stadt nicht dauerhaft präsent bleibt. Dabei könnte es stark zur Identifika-tion von Bürger*innen mit ihrer Stadt beitragen.

Nach einer langen Phase, in der keine Ankäufe durch die Stadt getätigt wurden, gab es zu-dem den Wunsch, Werke aus dem temporären Projekt „Von fremden Ländern in eigenen Städten“ für die Öffentlichkeit zu erhalten und anzukaufen. Leider war der Ankauf nur durch eine komplizierte Haushaltsverschiebung möglich, da die Stadt bisher keinen Ankaufsetat für Kunst im öffentlichen Raum eingerichtet hat.

Dies wollen wir mit der Einrichtung einer solchen Haushaltsstelle ändern, den Erwerb über-haupt möglich machen und verstetigen.

Die fachliche Beratung der Politik soll durch die Einbeziehung der städtischen Institute und Gremien gesichert werden. Ein einmal im Jahr tagendes Gremium mit Vertreter*innen jeweils aus dem Museum Kunstpalast, der Kunsthalle, der Kunstkommission und den Ratsfraktionen soll dem Rat Vorschläge zur Verwendung des Etats machen, der dann entscheidet. Die Amtszeit der Vertreter*innen soll sich nach der Wahlperiode richten.

Weitere Begründungen oder Erläuterungen erfolgen mündlich.

Mit freundlichen Grüßen

Cornelia Mohrs                      Clara Gerlach                        Manfred Neuenhaus

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