Anfrage des Ratsherrn Matheisen: „Ersatz der Düsseldorfer Gaslaternen durch historisierende LED-Leuchten („Umrüstung“) nicht mehr möglich?“

Welche Auswirkungen sind durch die seit dem 1. Januar 2017 geltende letzte Stufe der EU-Ökodesignrichtlinie für den Austausch der Gaslaternen durch LED-Nachbauten zu erwarten?

 

Anfrage des Ratsherrn Matheisen: „Ersatz der Düsseldorfer Gaslaternen durch historisierende LED-Leuchten („Umrüstung“) nicht mehr möglich?“

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Geisel,

ich bitte Sie, nachfolgende Anfrage auf die Tagesordnung der Ratssitzung am 10. März 2017 zu setzen und von der Verwaltung beantworten zu lassen:

Anfrage:
1. Welche Auswirkungen sind durch die seit dem 1. Januar 2017 geltende letzte Stufe der EU-Ökodesignrichtlinie für den Austausch der Gaslaternen durch LED-Nachbauten zu erwarten?
2. Wie hoch ist die Zahl der bislang durch technische Standardleuchten ersetzten Gaslaternen sämtlicher Typen im Stadtgebiet?
3. Wie hoch ist die Zahl der bislang durch historisierende LED-Leuchten (Optik ähnlich Alt-Düsseldorfer) ersetzten Gaslaternen sämtlicher Typen im Stadtgebiet?

Begründung:

Bei der Diskussion um die Düsseldorfer Gasbeleuchtung wird immer wieder angeführt, dass ein Austausch durch ähnlich designte LED-Leuchten ermöglicht werden könne („Umrüstung“). Durch die seit dem 1. Januar 2017 gültige letzte Stufe der EU-Ökodesignrichtlinie ist ein Austausch von Alt-Düsseldorfer Gaslaternen durch entsprechende Nachbauten zum Zwecke der Straßenbeleuchtung jedoch fragwürdig. So sind elektrische Leuchten mit bestimmten Merkmalen – z.B. mit Längsstreben – nun nur noch zu Dekorationszwecken erlaubt. Eine Ausleuchtung des Straßenraumes zum Zwecke der Verkehrssicherung wäre somit nur noch mit technischen Standardleuchten wie z.B. der in Düsseldorf vielfach verwendeten Trilux Lumega-Serie möglich. Für Gaslaternen gilt dies nicht. Diese werden nicht durch die EU-Richtlinie erfasst und können somit nach derzeitiger Rechtslage unbegrenzt weiterbetrieben werden.

Eine weitere Begründung erfolgt mündlich.

Rainer Matheisen