Anfrage der FDP-Ratsfraktion zur Entsorgung von gebrauchten Chemotherapeutika Beuteln

Da die Unsicherheit der behandelten Patienten unvorstellbar groß ist, ist es wichtig zu wissen, wo sich die Möglichkeiten zu Stichproben ergeben und wie die Entsorgung stattfindet. Die Produktsicherheit der Chemotherapeutika sollte wie bei jedem anderen Medikament an vorderster Stelle sein.

 

Im Namen meiner Fraktion bitte ich Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung des Ausschusses für Gesundheit und Soziales am 11. April 2018 zu setzen und von der Verwaltung beantworten zu lassen:

 

Anfrage:

 

  1. An welcher Stelle in der Kette von Herstellung über Verabreichung bis Entsorgung werden in Düsseldorf stichprobenartige Kontrollen der medikamentösen Zusammensetzung der verabreichten Chemotherapeutika durch die Apothekenaufsicht unternommen? Dabei wäre eine differenzierte Auflistung bezüglich der onkologischen Praxen und Krankenhäuser wünschenswert.

      2. Wie oft und in welchem zeitlichen Abstand erfolgen die stichprobenartigen Kontrollen?

      3. Wie werden benutzte Chemotherapeutika-Beutel nach der Verabreichung in Düsseldorf entsorgt?

Begründung:

Im Zeitraum vom 01.01.2012 bis zum 29.11.2016 sind in der Alten Apotheke in Bottrop Chemotherapien teilweise mit zu niedrigen oder gar keinen zytotoxischen Substanzen hergestellt worden und Patienten im Rahmen einer Onkotherapie auch hier in Düsseldorf verabreicht worden. NRW-Gesundheitsminister Laumann kündigte daraufhin im Sommer 2017 an, in Schwerpunkt-Apotheken für Krebspatienten in NRW zukünftig unangekündigt Stichproben zu entnehmen.

Da die Unsicherheit der behandelten Patienten unvorstellbar groß ist, ist es wichtig zu wissen, wo sich die Möglichkeiten zu Stichproben ergeben und wie die Entsorgung stattfindet. Die Produktsicherheit der Chemotherapeutika sollte wie bei jedem anderen Medikament an vorderster Stelle sein.

Nähere Erläuterung erfolgt mündlich.

Dr. Christine Rachner