Anfrage der FDP-Ratsfraktion: „Wie effizient ist die Telefonhotline 116117?“

Anfrage der FDP-Ratsfraktion zur Sitzung des AGS am 28. August 2019

Betrifft: Anfrage der FDP-Ratsfraktion, Eingang am 30.07.2019 hier: „Wie effizient ist die Telefonhotline 116117?“


Sehr geehrter Herr Stieber,

im Namen meiner Fraktion bitte ich Sie, aus gegebenem Anlass folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung des Ausschusses für Gesundheit und Soziales am 28. August 2019 zu setzen und von der Verwaltung beantworten zu lassen.

Anfrage:

  1. Wie wird von der Verwaltung und der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein die Telefonnummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes der Kassenärztlichen Vereinigung 116117 beworben, um möglichst allen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt diese als primäre Anlaufstelle im Krankheitsfall bekannt zu machen?
  2. Welche Auswertungen gibt es darüber, wohin die Patientinnen und Patienten nach der Ersteinschätzung für weitergehende Hilfe durch diese Anlaufstelle verwiesen werden? (Bitte nach Zielort auflisten. zum Beispiel niedergelassene Arztpraxen, Notfallambulanzen)
  3. Welchen Ausbildungsstand und welche Fachärztliche Ausrichtung mit und ohne weitergehender Schulung ist für die evaluierende Teilnahme an der Telefonhotline der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein vorgeschrieben bzw. erforderlich?

Begründung:

Bundesgesundheitsminister Spahn hat einen Gesetzesentwurf vorlegt, der eine Neuordnung der Notfallzentren und Leitstellen vorsieht. Dabei sollen telefonische Notfallleitstellen von Bundesländern und Kassenärzten vermehrt in den Vordergrund gerückt werden, um bereits telefonisch eine Ersteinschätzungen der Patienten und deren Erkrankungen vorzunehmen.

In der Studie von Rajan Somasundaram ist im Rahmen einer Analyse der Notfallversorgung in Berlin (Beweggründe für die Inanspruchnahme von Notaufnahmen – Ergebnisse einer Patientenbefragung) aufgefallen, dass 74% der Patienten, die einen telefonischen KV Notdienst primär in Anspruch genommen hatten, direkt am Telefon an die Notfallaufnahmen weiter verwiesen wurden.

Wiederum 55% der insgesamt befragten Patienten dieser Studie hatten keine Ahnung von dieser Telefonhotline.

Freundliche Grüße

Dr. Christine Rachner

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