Anfrage der FDP- Ratsfraktion “Opferhilfeportal“

Wann können wir (endlich!) damit rechnen, dass das mit dem Ratsbeschluss „Weiterentwicklung des Düsseldorfer Opferhilfenetzwerks zu einem Opferhilfesystem“ verfolgte Kernanliegen zur Einrichtung einer zentralen Opferschutz-Telefonnummer realisiert wird?

 

 

Sitzung des Rates am 06. April 2017
Anfrage der FDP- Ratsfraktion “Opferhilfeportal“

 

 

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Geisel,

die FDP-Ratsfraktion bittet Sie, nachfolgende Anfrage auf die Tagesordnung der Ratssitzung  am 06. April 2017 zu setzen und von der Verwaltung beantworten zu lassen:

 

Anfrage:

Wann können wir (endlich!) damit rechnen, dass das mit dem Ratsbeschluss „Weiterentwicklung des Düsseldorfer Opferhilfenetzwerks zu einem Opferhilfesystem“ verfolgte Kernanliegen zur Einrichtung einer zentralen Opferschutz-Telefonnummer realisiert wird?

 

 

Begründung:

Die FDP-Ratsfraktion hatte gemeinsam mit der CDU-Ratsfraktion zur Sitzung des Rates am 11.07.2013 den Antrag zur „Weiterentwicklung des Düsseldorfer Opferhilfenetzwerks zu einem Opferhilfesystem“ gestellt, der mit großer Mehrheit beschlossen wurde. Dabei sollten folgende Strukturen Berücksichtigung finden:

 

  1. Aufbau einer zentralen Anlauf- und Steuerungsstelle „Opfer Hilfe Portal“ (OHP) für alle Hilfesuchenden als Clearingstelle. Hier wird der erste Kontakt hergestellt. Im Anschluss an die „Ersthilfe“ wird ein Hilfeplan erstellt und innerhalb des Netzwerks der unterschiedlichen Akteure koordiniert und gesteuert.

 

  1. Die Einrichtung einer zentralen Opferschutz-Telefonnummer, einer zentralen Homepage und eine 24-Stunden-Erreichbarkeit sind zu gewährleisten. Hier sollten bundesweit eingerichtete kostenfreie 24-Stunden-Servicehotlines berücksichtigt werden.

 

  1. In den Prozess der Weiterentwicklung des bestehenden Netzwerks in ein Opferhilfesystem sind alle im Opferhilfenetzwerk befindlichen Akteure einzubinden.

 

 

 

 

 

 

Wie der Vorlage Beschlusskontrolle des Rates (01/43/2017) zu entnehmen ist,

wird seit September 2013 an der Umsetzung dieses Beschlusses gearbeitet.

In diesen dreieinhalb Jahren wurden u.a. Arbeitsgruppen eingerichtet, am Internetauftritt gearbeitet, Befragungen durchgeführt sowie ein Schulungskonzept erstellt.

Das wesentliche Anliegen – die Einrichtung einer zentralen Opferschutz-Telefonnummer – ist immer noch nicht erfolgt.

 

Eine weitere Begründung erfolgt mündlich.

 

Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann        Manfred Neuenhaus