Anfrage der FDP-Ratsfraktion hier: Impfquote in Düsseldorf

Eine Impfung, unter anderem gegen Masern, kann Leben retten – und dabei nicht nur das eigene, sondern auch das von Menschen, die die Impfung nicht vertragen und somit nicht versorgt werden können.

 

Im Namen meiner Fraktion bitte ich, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung des Ausschusses für Gesundheit und Soziales am 11. April 2018 zu setzen und von der Verwaltung beantworten zu lassen:

Anfrage:
1. Welche Hinweise gibt es auf die Höhe der Durchimpfungsrate bei ansteckenden Krankheiten wie Masern hier in Düsseldorf zum Zeitpunkt der Schuleingangsuntersuchung?
2. Wieviel Prozent der Kinder erscheinen bei der Schuleingangsuntersuchung mit dem Impfbuch und wie viele ohne?
3. Wie ist in Düsseldorf das Verfahren, wenn bei der Schuleingangsuntersuchung kein Impfbuch vorgelegt wird?

Begründung:

Eine Impfung, unter anderem gegen Masern, kann Leben retten – und dabei nicht nur das eigene, sondern auch das von Menschen, die die Impfung nicht vertragen und somit nicht versorgt werden können. Im Rahmen der U-Untersuchungen bei den niedergelassenen Kinderärzten besteht die Möglichkeit, die Impfungen durchführen zu lassen.

Den Daten der regionalen Krankenkassen zufolge ist die Impfquote in einigen Teilen Nordrhein-Westfalens gesunken. Demnach wurden im Jahrgang 2011 noch 96,4 % der Kinder mit der ersten Masernimpfung versorgt, während es im Jahrgang 2014 nur noch 94,4 % waren. Das sind hochgerechnet auf das Bundesland ca. 3500 ungeimpfte Kinder. Bei der nötigen zweiten Masernimpfung war mehr Nachlässigkeit zu verzeichnen. So wurden im Jahrgang 2012 nur noch 89,9 % der Kinder geimpft, während es im Jahrgang 2011 noch 90,7 % waren.

Da Experten der Meinung sind, dass Impfraten von mindestens 95 % zur Elimination der Masern nötig sind, interessieren wir uns für die genauen Daten in Düsseldorf.

Im Rahmen der Schuleingangsuntersuchung durch das Gesundheitsamt, sind sowohl das Vorsorgeheft als auch der Impfpass mitzubringen. Somit bietet sich die Möglichkeit, eine Aussage über die Impfrate von Kindern im schulreifen Alter zu treffen.

Nähere Erläuterung erfolgt mündlich.
Freundliche Grüße
Dr. Christine Rachner